App-Entwicklung ohne Blackbox: Wie wir Apps gemeinsam mit unseren Kunden bauen
Warum React Native mit Expo nicht nur eine technische Entscheidung ist, sondern die Art verändert, wie wir mit unseren Kunden zusammenarbeiten.
Ideen, die wir nicht alleine umsetzen können
Immer wieder kommen Kunden zu uns mit klaren Visionen: Apps für spezifische Zielgruppen, bei denen fachliche Inhalte im Mittelpunkt stehen. Keine generischen Produkte, sondern etwas, das echte Expertise in Bereichen erfordert, in denen wir keine haben.
Das Problem? Wir sind Entwickler, keine Experten im Fachgebiet unserer Kunden.
Wir können technisch saubere Apps bauen, intuitive Interfaces gestalten und dafür sorgen, dass alles flüssig läuft. Aber ob die fachlichen Inhalte korrekt sind, welche Zielgruppe welche Inhalte braucht, wie man komplexe Themen richtig aufbereitet – das liegt außerhalb unserer Expertise.
Deshalb ist bei solchen Projekten von Anfang an klar: Es funktioniert nur, wenn wir eng zusammenarbeiten. Nicht in wöchentlichen Status-Meetings, sondern kontinuierlich.

Das erste Meeting: Idee trifft Technik
Unsere Kunden kommen mit klaren Vorstellungen davon, was ihre App leisten soll. Unser Job im ersten Gespräch ist es, diese Vision in technische Realität zu übersetzen.
Gemeinsam besprechen wir:
- Wie lassen sich die fachlichen Aspekte in der App vernünftig hervorheben?
- Welche Struktur braucht die App, um Inhalte sinnvoll zu sortieren und zugänglich zu machen?
- Was ist technisch möglich, was wäre Overkill, was ist essentiell?
Diese Phase ist bei uns keine Formalität. Hier entsteht das Fundament für alles, was danach kommt. Wenn wir das Ziel nicht verstehen, bauen wir am Ziel vorbei.
Warum React Native mit Expo
Für unsere App-Projekte setzen wir auf React Native mit Expo. Hier kurz erklärt, was das bedeutet und warum.
React Native ist ein Framework, mit dem wir eine App einmal entwickeln und sowohl für iOS als auch für Android veröffentlichen können. Statt zwei separate Apps zu bauen und zu pflegen, gibt es eine gemeinsame Codebasis. Das spart Zeit, Kosten und sorgt dafür, dass beide Versionen immer auf dem gleichen Stand sind.
Expo ist ein Toolset, das auf React Native aufsetzt und den Entwicklungsprozess deutlich beschleunigt. Der für uns wichtigste Vorteil: Expo ermöglicht es, jede Änderung sofort auf einem echten Gerät zu testen – ohne den Umweg über App Stores oder komplizierte Build-Prozesse.
Konkret heißt das: Wenn wir eine Funktion einbauen oder etwas anpassen, können unsere Kunden das innerhalb von Minuten auf dem eigenen Smartphone sehen und ausprobieren.
Für Projekte, bei denen wir auf die Expertise unserer Kunden angewiesen sind, ist das entscheidend.
Der eigentliche Unterschied: Feedback in Echtzeit
Klassische App-Entwicklung läuft oft so: Der Kunde beschreibt, was er will. Die Agentur verschwindet für Wochen oder Monate. Am Ende gibt es eine große Präsentation – und dann die Überraschung, wenn etwas anders aussieht als vorgestellt.
Bei uns läuft das anders.
Dank Expo können unsere Kunden jederzeit den aktuellen Stand der App auf dem eigenen Gerät öffnen. Nicht als Video, nicht als Screenshot, sondern als funktionierende App. Jede Änderung, jedes neue Feature, jede Anpassung ist sofort sichtbar und testbar.
Das verändert die Zusammenarbeit fundamental:
Kurze Feedback-Zyklen: Statt große Iterationen zu planen, besprechen wir Kleinigkeiten, sobald sie fertig sind. Wenn etwas nicht passt, wissen wir es sofort – nicht erst nach drei Wochen.
Weniger Missverständnisse: Ein Mockup kann man interpretieren. Eine funktionierende App nicht. Wenn Kunden durch die Screens wischen, sehen sie genau, wie sich die App anfühlt.
Schnellere Entscheidungen: "Könntet ihr den Button lieber hier platzieren?" – Wir setzen es um, zehn Minuten später ist es live zum Testen. Entscheidung getroffen, weiter geht's.

Wo das wirklich zählt: Fachliche Inhalte einbinden
Das beste Beispiel für diesen Workflow ist die Einbindung fachlicher Inhalte.
Wie gesagt: Wir sind keine Fachexperten in den Bereichen unserer Kunden. Wir wissen, wie man Daten strukturiert, wie man Inhalte ansprechend präsentiert, wie man eine Navigation baut. Aber ob die Inhalte fachlich korrekt sind? Ob die Struktur für die Zielgruppe Sinn ergibt? Ob die Darstellung den Anforderungen entspricht? Da müssen wir uns auf unsere Kunden verlassen.
Deshalb bauen wir die technische Struktur und lassen unsere Kunden die Inhalte einpflegen. Über Expo können sie sofort sehen, wie alles in der App aussieht. Wenn etwas nicht passt – ein Text zu lang, eine Kategorie missverständlich, eine Darstellung unglücklich – passen wir es direkt an.
Das Ergebnis: Fachlich korrekte Inhalte, vollständig eingebunden, in kürzester Zeit. Nicht trotz unserer fehlenden Expertise, sondern weil wir einen Workflow haben, der unsere Stärken mit denen unserer Kunden kombiniert.
Warum wir so arbeiten
Unsere Erfahrung zeigt, wie App-Entwicklung funktionieren kann, wenn man die richtigen Tools und die richtige Einstellung hat:
Technologie ist Mittel zum Zweck. React Native und Expo sind nicht nur technische Entscheidungen. Sie ermöglichen eine Art der Zusammenarbeit, die mit anderen Setups so nicht möglich wäre.
Kunden sind Experten. Nicht für Code, aber für ihr Produkt, ihre Zielgruppe, ihre Vision. Ein guter Entwicklungsprozess nutzt diese Expertise, statt sie auszuklammern.
Transparenz spart Zeit. Wenn alle Beteiligten jederzeit den aktuellen Stand sehen können, gibt es weniger Überraschungen, weniger Korrekturen, weniger Frust.
Wir bauen keine Apps im stillen Kämmerlein. Wir bauen sie gemeinsam mit den Menschen, die wissen, wofür sie gedacht sind. Genau so sollte es sein.

Profil
Dennis Lapuschkin
Full Stack Softwareentwickler