Metall-Visitenkarten selbst gelasert: Warum wir unsere Visitenkarten zum DIY-Projekt machten

Visitenkarten. Jeder hat sie, die meisten landen irgendwo in einer Schublade. Papier, vielleicht mit Hochglanz-Finish oder mattem Lack. Standard eben. Aber was, wenn eine Visitenkarte mehr sein könnte? Was, wenn sie nicht nur Kontaktdaten transportiert, sondern einen bleibenden Eindruck hinterlässt?

Warum Metall statt Papier?

Wenn jemand eine Metall-Visitenkarte in die Hand bekommt, passiert etwas anderes als bei Papier. Das Gewicht, die Haptik, der metallische Glanz – das bleibt im Gedächtnis. Dazu ein gelaserter QR-Code, der direkt zu meinen Kontaktdaten führt. Keine Tippfehler beim Abschreiben, kein manuelles Eintippen. Ein Scan und die Daten sind im Telefon.

Und warum selber machen? Ganz einfach: Weil ich es kann. Als jemand, der sich täglich mit Technologie beschäftigt, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich dieses Projekt angehen würde.

Das Setup: Bambulab H2D mit 40W Laser

Mein Werkzeug der Wahl: Der Bambulab H2D mit dem 40W Lasermodul. Ein Gerät, das eigentlich als 3D-Drucker bekannt ist, aber mit dem Laser-Aufsatz zu einer vielseitigen Kreativmaschine wird. Metall gravieren? Kein Problem. Die Kombination aus präziser Steuerung und ausreichend Laserpower macht es möglich.

Bambulab 3D Drucker Laser

Die Vorbereitung

Bevor der Laser zum Einsatz kam, musste einiges vorbereitet werden. Zusammen mit Mark habe ich die Visitenkartenvorlage erstellt – Logo, Text, QR-Code. Alles musste passen und für die Lasergravur optimiert werden.

Eine besondere Herausforderung: Wie hält man dünne Metallkarten sicher auf dem Laserbett? Die Lösung war naheliegend – ich habe einen passenden Halter 3D-gedruckt. So liegen die Karten plan auf, verrutschen nicht und können effizient in Serie bearbeitet werden.

Bambulab 3D Drucker mit Laser

Der Prozess: Testen, Anpassen, Perfektionieren

Der erste Versuch ist selten perfekt – und das ist okay. Es ging darum, die richtige Balance zu finden: Wie viel Power für eine saubere Gravur ohne das Metall zu beschädigen? Welche Geschwindigkeit für optimale Ergebnisse? Die BirdsEye-Kamera des H2D hilft dabei enorm bei der präzisen Ausrichtung.

Nach einigen Testläufen und Feinjustierungen hatte ich meine perfekten Einstellungen gefunden. Der QR-Code scannt zuverlässig, das Logo ist gestochen scharf, und die Schrift klar lesbar.

Das Ergebnis

Das Resultat kann sich sehen lassen: Professionelle Metall-Visitenkarten, komplett selbst gefertigt. Jede Karte ein kleines Kunstwerk, das meine Philosophie widerspiegelt – ich mache Dinge gerne selbst und scheue nicht vor technischen Herausforderungen zurück.

Das Besondere: Die Karte bleibt bei mir. Beim Kennenlernen zücke ich sie, mein Gegenüber scannt den QR-Code – und hat sofort alle Kontaktdaten im Telefon gespeichert. Kein Papier, das in irgendeiner Schublade verstaubt. Die Karte wandert zurück in meine Tasche, bereit für das nächste Gespräch. Praktisch, nachhaltig und garantiert ein Gesprächsstarter.

IDENTIC Visitenkartenübergabe

Fazit: Warum nicht mal anders?

Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn man kreativ denkt und die richtigen Werkzeuge zur Hand hat. Metall-Visitenkarten sind vielleicht nicht für jeden praktikabel – aber genau das macht sie besonders. Sie zeigen, dass ich bereit bin, den Extra-Schritt zu gehen. Und genau diese Einstellung bringe ich auch in meine Projekte mit Kunden ein.

Alexander Wiegenstein

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Alexander Wiegenstein

Software Engineer & Digital Transformation Consultant