Wenn es mal schnell gehen muss - Adobe Portfolio

Julia Wiegenstein
Julia Wiegenstein
Lesezeit:ca. 5 Minuten

Als Fotograf ist eine gut gestaltete Portfolio-Website das Aushängeschild der eigenen Arbeit. Doch was tun, wenn die Zeit knapp ist und individuelle Webdesign-Lösungen zu viel Aufwand bedeuten? Genau in dieser Situation fand ich eine perfekte Lösung: Adobe Portfolio. Hier teile ich, wie ich innerhalb kürzester Zeit meine Website jvlixi.de erstellt habe und warum Adobe Portfolio für Fotografen eine praktische Option ist.

jvlixi.de Website
jvlixi.de Website

Die Herausforderung: Schnell und effizient zum Portfolio

Unser Designer – und gleichzeitig mein Arbeitskollege – Mark war zu diesem Zeitpunkt mit anderen Projekten beschäftigt. Daher konnte ich ihn nicht für den Aufbau meiner Website einspannen. Auch meine eigene Zeit war knapp bemessen, denn zwischen Fotoprojekten und alltäglichen Aufgaben blieb wenig Raum für eine aufwendige Lösung.

Zwar habe ich in jüngeren Jahren bereits mit Plattformen wie WordPress oder Wix gearbeitet, doch ich wusste, dass diese Ansätze Zeit für Planung, Gestaltung und Umsetzung erfordern. Diesmal suchte ich eine Methode, mit der ich schnell und unkompliziert ein Portfolio online stellen konnte, das trotzdem professionell aussieht und meine Bilder in den Mittelpunkt rückt.

In genau dieser Situation fiel mir Adobe Portfolio ins Auge – ein Tool, das perfekt auf die Bedürfnisse von Fotografen wie mir zugeschnitten ist. Es bot mir die Möglichkeit, ohne großen Aufwand eine ansprechende Website zu erstellen, die nahtlos in meinen bestehenden Workflow mit Lightroom integriert war.

Schritt-für-Schritt zur eigenen Portfolio-Website mit Adobe Portfolio

Mit Adobe Portfolio ist es so einfach wie nie, ein professionelles Portfolio zu erstellen. Ich habe den Prozess selbst ausprobiert und einige Screenshots gemacht, um zu zeigen, wie schnell und intuitiv man zu einer fertigen Website kommt.

Vorteile von Adobe Portfolio für Fotografen

  • Einfache Bedienung: Der Webseiten-Editor ist unkompliziert und intuitiv. Bereits nach einem kurzen Einlesen konnte ich loslegen.
  • Grundlegende Anpassungsmöglichkeiten: Schriftarten, Farben und grundlegende Strukturanpassungen lassen sich einfach anpassen, ohne dass man tief in den Code eintauchen muss.
  • Nahtlose Integration: Die Verbindung zu Lightroom spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch dafür, dass mein Workflow reibungslos bleibt.
  • Mobile Website inklusive: Adobe Portfolio erstellt automatisch eine für Mobilgeräte optimierte Version der Website. Das bedeutet, dass deine Bilder auf Smartphones und Tablets genauso gut aussehen wie auf einem Desktop. Gerade heutzutage, wo viele Menschen Webseiten unterwegs besuchen, ist das ein großer Vorteil.
  • Zeitersparnis: In nur zwei Tagen hatte ich eine funktionierende Website – perfekt, um schnell durchzustarten.

1. Der Start: Neues Projekt anlegen
Der erste Schritt ist einfach: Auf der Startseite von Adobe Portfolio klickst du auf „Neues Projekt“. Sofort öffnet sich ein übersichtliches Dashboard, das dich durch den gesamten Erstellungsprozess führt.

Adobe Portfolio Screenshot 1
Adobe Portfolio Start Screen

2. Das richtige Theme wählen
Nachdem du das Projekt angelegt hast, kannst du aus einer Auswahl an professionell gestalteten Themes wählen. Jedes Design ist für verschiedene Arten von Portfolios optimiert – ob für Fotografen, Designer oder Künstler. Die Auswahl ist dabei minimalistisch und sehr gut strukturiert, sodass du schnell das Theme findest, das zu deinem Stil passt.

Adobe Portfolio Screenshot 2
Beispiel an Themen

3. Bearbeitung und Anpassung
Die eigentliche Bearbeitung ist sehr benutzerfreundlich. Du kannst deine Bilder direkt aus Lightroom integrieren und die Seiten mit wenigen Klicks anpassen. Alles wird klar und übersichtlich dargestellt – es gibt keine unnötigen Optionen, die die Arbeit erschweren könnten. Alles ist fokussiert auf das Wesentliche: Dein Portfolio. Du kannst Bilder hochladen, Textfelder hinzufügen und die Darstellung nach deinen Wünschen gestalten.

Adobe Portfolio Screenshot 3
Minimalistisches Bearbeitungs Tool

4. Einstellungen und Optimierungen
Sobald du mit der Gestaltung zufrieden bist, geht es an die Feinarbeiten. Über das Einstellungen-Menü kannst du deine Domain-URL hinterlegen, Analytics einbinden oder sogar Cookie-Hinweise generieren. So hast du nicht nur ein ästhetisches Portfolio, sondern kannst es auch professionell anpassen und überwachen.

Adobe Portfolio Screenshot 4
Einstellungen

Das Ergebnis: Meine Website jvlixi.de

Mit Adobe Portfolio habe ich eine Website geschaffen, die meine Arbeit gut repräsentiert. Sie ist keine aufwendige, individualisierte Lösung, aber sie erfüllt ihren Zweck hervorragend: Meine Fotos in den Fokus zu rücken. Besonders begeistert bin ich davon, wie gut die Website auf Mobilgeräten aussieht. Adobe Portfolio übernimmt diese Anpassung automatisch, ohne dass ich mich selbst darum kümmern musste.

Ein großes Dankeschön an Mark für das Logo

Ein besonderes Highlight meiner Website ist das Logo, das ihr auf jvlixi.de sehen könnt. Dieses wurde von meinem Arbeitskollegen Mark entworfen, der ein unglaubliches Talent für Design hat. Sein kreativer Input hat meine Portfolio-Website auf ein neues Level gehoben und dafür gesorgt, dass sie nicht nur funktional, sondern auch optisch ansprechend ist.

Mark Herpich

Profil

Mark Herpich

Designer, Fotograf und Frontend-Entwickler

Wichtiger Hinweis: DSGVO und Impressumspflicht nicht vergessen

Wenn du dein Portfolio online stellst, darfst du nicht vergessen, dass in Deutschland rechtliche Vorgaben wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die Impressumspflicht gelten. Jede Website, die in Deutschland betrieben wird, muss ein Impressum enthalten, das die Kontaktdaten und Informationen über den Verantwortlichen der Seite bereitstellt. Ebenso wichtig ist eine Datenschutzerklärung, in der du klarstellst, wie und warum Daten auf deiner Website erhoben und verarbeitet werden.

Glücklicherweise bietet Adobe Portfolio Optionen, um diese rechtlichen Anforderungen umzusetzen, beispielsweise durch das Hinzufügen eigener Seiten oder Abschnitte für Impressum und Datenschutz. Es ist unerlässlich, diese Punkte ernst zu nehmen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Informiere dich also im Voraus über die Anforderungen und prüfe, ob deine Website diesen entspricht.

Ausblick: Mehr Individualität in der Zukunft

Natürlich ist Adobe Portfolio keine langfristige Lösung für alle Ansprüche. Sobald ich mehr Zeit habe, möchte ich mich an eine individuellere und kreativere Website wagen. Doch für den Moment bin ich mit Adobe Portfolio sehr zufrieden – es ist eine schnelle, praktische und effektive Möglichkeit, ein Portfolio zu erstellen.

Fazit

Für Fotografen, die bereits mit Lightroom arbeiten und ihre Bilder schnell und professionell präsentieren möchten, ist Adobe Portfolio eine hervorragende Option. Es mag kein Hexenwerk sein, aber genau das ist der Vorteil: Man kann sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren und spart sich den Aufwand einer komplexen Website-Erstellung. Besonders praktisch ist, dass eine mobil-optimierte Version der Website gleich mitgeliefert wird, was in der heutigen Zeit ein Muss ist.

Julia Wiegenstein

Profil

Julia Wiegenstein

Full Stack Softwareentwickler